Gürtelfarben im Judo

Im Judo unterscheidet man die Erfahrung und das Können, ähnlich wie in vielen anderen Kampfsportarten auch, durch unterschiedliche Gürtel. Dabei lässte sich in zwei Gruppen unterscheiden. Den Schülergraden – Kyu-Grade – und den Meistergraden – Dan-Grade.

KYU – Grade (Schülergrade)
Beginnt man mit dem Judo, so erhält man den weißen Gürtel. Die erste Prüfung zum 7. Kyu wird abgelegt, wenn die ersten Techniken und die zugehörige Fallschule beherrscht wird. Der 1. Kyu (brauner Gürtel) ist der höchste Schülergrad. Der Judoka besitzt hier ein großes Wissen über Technik und Anwendung.

DAN – Grade (Meistergrade)In Deutschland wird nach dem Prüfungsprogramm des DJB maximal nur der 5. Dan vergeben.
Höhere Grade sind selten, da sie nicht durch eine meisterhafte Technikbeherrschung zu erreichen sind, sondern ausschließlich verliehen werden. Sie repräsentieren sozusagen das jeweils bisherige Lebenswerk des Judoka.
Der 6. und 7. Grad kann durch den Landesverband, der 8. und 9. Grad nur durch den Bundesverband verliehen werden.
Der 10. Dan-Grad wird nur von der internationalen Judo-Föderation (IJF International Judo Federation) oder vom Kodokan, der ursprünglichen Judoschule in Japan, verliehen.

Eine höhere Graduierung als die zum 10. Dan wird weltweit nicht vorgenommen – auch wenn dies theoretisch möglich wäre, da es keine offizielle Limitierung gibt. Dies würde aber bedeuten, die bestehenden Träger des 10. Dan zu degradieren.
Kano Jigoro, der Begründer des Judo, hatte keinen Dan im Judo, weder den 1. noch den 10. Dan: Aus japanischer Sicht hatte niemand die Autorität, ihm einen Dan-Grad zu verleihen, da niemand im Judo über ihm stand.